Pelikan Quax

 

Seit 2009 hält ein ganz besonderer Wasservogel die Ornithologen und Freunde von Kuriosa auf Trab: die Pelikan-Dame Quax. Sie ist der einzig frei lebende Pelikan Europas, der erstmals 2009 in Bayern gesichtet worden ist, und seitdem durch verschiedene Tierparks und Landschaften innerhalb Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz auf eigene Faust - bzw. Ruderfuß tourt. In den letzten beiden Wintern zog sich die Dame in den etwas milderen Osten Frankreichs zurück, um im Frühjahr wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Untrügerisches Merkmal ist ihr mittlerweile verheilter Abszess am rechten Ruderfuß.

 

Die obenstehenden Fotos stammen aus dem Luisenpark in Mannheim, wo sich der Pelikan in der zweiten Aprilwoche 2011 aufhielt und die Jungvögel in den Graureihernestern in Rage gebracht hat.

 

Interessierte finden beim LBV ein Tagebuch, das die Zugrouten des rosa Riesen dokumentiert.

 

25.10.2011: Neuigkeiten

 

Laut Berichten der BILD soll die Pelikan-Dame Quax am 25.10.2011 Opfer eines Windradunfalls bei Schwegenheim (Lkr. Germersheim) geworden sein. Betrachtet man die Videoaufzeichnungen auf der Internetpräsenz der BILD, so ist es unwahrscheinlich, dass es sich bei dem toten Pelikan um Quax handelt. Zum einen ist der verstorbene Pelikan beringt, Quax trug zumindest im April 2011 keinen Ring, als ich sie das letzte Mal gesehen habe. Zum anderen ist der Quax-typische Abszess in dem Videomaterial nicht zu sehen.

Letzte Fotos von Quax vom 16.10.2011 zeigen die Pelikandame noch mit Brut-Höcker, das getötete Tier ist aber höckerlos, genauso wie der Pelikan, der kürzlich auf der Autobahn gefilmt worden ist. Natürlich ist es möglich, dass Quax seinen Höcker zwischen dem 17.10. und dem 25.10.2011, seinem vermeintlichen Todestag, abgeworfen hat, aber die anderen Indizien sprechen für den Tod eines unbekannten Pelikans.

 

Einzig die räumliche Nähe von Schwegenheim zu Mannheim, dem Hauptaufenthaltsort der Pelikandame im Jahr 2011, lässt den Verdacht, dass es sich bei dem toten Pelikan doch um Quax handeln könnte, nicht vollständig ausräumen. Allerdings ist die Rheinachse ein beliebtes Gebiet für Zugvögel, in das sich auch ein fremder Pelikan verflogen haben könnte.

 

Sicherlich werden in Kürze weitere Fakten im Internet zu dem Totfund  veröffentlicht werden. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass Quax sich gerade auf dem Zug in sein Winterquartier befindet.

 

 06.11.2011: Update

 

Laut einer Meldung von Frau Claudia Herrmann (LBV) auf der Facebookseite des Luisenparks / Mannheim handelt es sich bei dem toten Pelikan um einen Zooflüchtling aus den Niederlanden und nicht um Quax.

 

17.02.2012: Quax verstorben

 

Wie die Rhein-Zeitung am 17.02.2012 berichtet, ist Quax an inneren Blutungen in Folge eines Leberrisses verstorben. Als Ursache dieser Verletzung wird die Kollosion mit einem massiven Gegenstand angenommen.

Das verletzte Tier wurde in der Nähe von Bobenheim-Roxheim in einem desolaten Zustand gefunden und in die Veterinär-Abteilung des Luisenparks in Mannheim gebracht. Jegliche Hilfe kam aber für die berühmte Pelikandame zu spät.



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